Foto: Apothekerin holt Medikament nach Rezept aus einer Lade

Arzt und Apotheker: Gemeinsam für den Patienten

Im täglichen Leben arbeiten Arzt und Apotheker eng zusammen, um für Kunden eine optimale Betreuung sicherstellen zu können. Dies wird auch im sogenannten 4-Augen-Prinzip gelebt:

Der Arzt ist für die Diagnose zuständig und stellt das Rezept aus, der Apotheker kontrolliert dieses und hält, falls sich Fragen ergeben, Rücksprache mit dem Arzt. Anschließend händigt er dem Patienten das Medikament aus und berät bei der richtigen Einnahme und Anwendung. Dann übernimmt wieder der Arzt und überwacht die Therapie des Patienten.

Zusammenarbeit schafft einen besseren Überblick

Das Dilemma

Viele Patienten müssen täglich unterschiedliche Präparate einnehmen und befinden sich bei mehreren Ärzten gleichzeitig in Behandlung. Oft wissen Patienten beim Arztgespräch nicht genau, welche Medikamente sie gerade einnehmen müssen und zählen diese nicht vollständig auf. Manchmal werden vorgesehene Therapien auch selbstständig verändert oder überhaupt abgebrochen, entweder wegen Überforderung oder weil die Menge der Arzneimittel zu unübersichtlich geworden ist. Dabei werden die Folgen für die Gesundheit oftmals unterschätzt.

Die Lösung

Eine Zusammenarbeit zwischen ÄrztInnen und ApothekerInnen im Zuge des Medikationsmanagements schafft hier für alle Beteiligten Klarheit. Dabei zeigt sich, dass die Optimierungsvorschläge der ApothekerInnen von den ÄrztInnen zu 70 Prozent umgesetzt werden. Optimale Kundenbetreuung erfordert eben ein Zusammenspiel der Berufe, insbesondere Pflegepersonal, Arzt und Apotheke.

Medikationsmanagement im Detail

Während des Medikationsmanagements werden alle Arzneimittel – rezeptpflichtige wie rezeptfreie Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und sonstige Präparate – in der Apotheke vollständig erfasst und der Therapieplan der Patienten in seiner Gesamtheit umfassend analysiert und evaluiert.
Bei komplizierten Fällen steht zusätzlich noch ein Consilium Team als Unterstützung zur Seite.
Offensichtliche und potenzielle arzneimittelbezogene Probleme können so erkannt und an den behandelnden Arzt übermittelt werden. Der Arzt verfügt nun über einen genauen Überblick aller Medikamente des Patienten.
Darauf folgend können nun Lösungen erarbeitet und gemeinsam mit dem Patienten und dem Arzt die Maßnahmen in der medikamentösen Behandlung optimiert werden.

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