Foto: Krankes Kind mit Schal wird gepflegt

Personalisierte Medizin muss die Zukunft sein

Jeder Körper ist anders und Arzneimittel wirken nicht bei allen Menschen gleich. Es kommt häufig vor, dass Patienten bestimmte Wirkstoffe in Medikamenten schlechter vertragen als andere.
Was wäre, wenn man bereits vor der Einnahme eines Medikaments die Wirkung auf den eigenen Körper abschätzen könnte?
Daraufhin könnte die Dosis eines Medikaments speziell auf die individuellen Bedürfnisse hin angepasst werden. Auch wäre klar erkennbar, welche Medikamente man garnicht verträgt und es könnte viel früher begonnen werden, alternative Präparate auszuprobieren.

Ein Schritt hin zu personalisierter Medizin ist nun mit Hilfe eines neuartigen Pharmakogenetik-Gen-Test möglich.

Wie wichtig dieses Thema in der modernen Arzneimittelversorgung ist, zeigt der folgende Fall:

Codein-haltiger Hustensaft führt zu Überreaktion bei Kleinkind

Ein besonders dramatischer Fall in Österreich war eine Überreaktion eines 4-jährigen Kindes auf einen codein-hältigen Hustensaft, an dem das Mädchen schließlich verstarb. Während tausende andere Kinder keine auffällige Reaktion zeigten, so verwandelte der Körper dieses Mädchens das verschriebene Codein in eine Überdosis Morphin.
Solche extremen Fälle sind zwar selten aber dennoch nicht ausgeschlossen.

Wie kann so etwas passieren?

Unsere Gene bestimmen Wirksamkeit und Verträglichkeit von Arzneimitteln auf unseren Körper. Jeder Mensch verfügt über ein individuelles DNA-Profil. Das bedeutet, dass ein und dasselbe Medikament beim ersten Patienten gut wirkt, beim Zweiten vielleicht weniger bis gar nicht und beim Dritten sogar negative Auswirkungen haben kann.

Pharmakogenetik wirkt

Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen wäre dieser Fall daher vermeidbar gewesen, wenn man das pharmakogenetische Profil des Mädchens gekannt hätte. Denn dieses gibt Aufschluss, wie Körper und Arzneistoff harmonieren, über Wirksamkeit und Verträglichkeit und die Anpassung der Dosis eines Stoffes, um unerwünschte Effekte auszugleichen.
Dieser revolutionäre Test ermöglicht durch personalisierte Medizin, eine starke Erhöhung der Sicherheit von Arzneimittel-Therapien für den Patienten.

Hier erfahren Sie, welche Apotheken diesen Test anbieten.

Foto: Apothekerin holt Medikament nach Rezept aus einer Lade

Arzt und Apotheker: Gemeinsam für den Patienten

Im täglichen Leben arbeiten Arzt und Apotheker eng zusammen, um für Kunden eine optimale Betreuung sicherstellen zu können. Dies wird auch im sogenannten 4-Augen-Prinzip gelebt:

Der Arzt ist für die Diagnose zuständig und stellt das Rezept aus, der Apotheker kontrolliert dieses und hält, falls sich Fragen ergeben, Rücksprache mit dem Arzt. Anschließend händigt er dem Patienten das Medikament aus und berät bei der richtigen Einnahme und Anwendung. Dann übernimmt wieder der Arzt und überwacht die Therapie des Patienten.

Zusammenarbeit schafft einen besseren Überblick

Das Dilemma

Viele Patienten müssen täglich unterschiedliche Präparate einnehmen und befinden sich bei mehreren Ärzten gleichzeitig in Behandlung. Oft wissen Patienten beim Arztgespräch nicht genau, welche Medikamente sie gerade einnehmen müssen und zählen diese nicht vollständig auf. Manchmal werden vorgesehene Therapien auch selbstständig verändert oder überhaupt abgebrochen, entweder wegen Überforderung oder weil die Menge der Arzneimittel zu unübersichtlich geworden ist. Dabei werden die Folgen für die Gesundheit oftmals unterschätzt.

Die Lösung

Eine Zusammenarbeit zwischen ÄrztInnen und ApothekerInnen im Zuge des Medikationsmanagements schafft hier für alle Beteiligten Klarheit. Dabei zeigt sich, dass die Optimierungsvorschläge der ApothekerInnen von den ÄrztInnen zu 70 Prozent umgesetzt werden. Optimale Kundenbetreuung erfordert eben ein Zusammenspiel der Berufe, insbesondere Pflegepersonal, Arzt und Apotheke.

Medikationsmanagement im Detail

Während des Medikationsmanagements werden alle Arzneimittel – rezeptpflichtige wie rezeptfreie Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und sonstige Präparate – in der Apotheke vollständig erfasst und der Therapieplan der Patienten in seiner Gesamtheit umfassend analysiert und evaluiert.
Bei komplizierten Fällen steht zusätzlich noch ein Consilium Team als Unterstützung zur Seite.
Offensichtliche und potenzielle arzneimittelbezogene Probleme können so erkannt und an den behandelnden Arzt übermittelt werden. Der Arzt verfügt nun über einen genauen Überblick aller Medikamente des Patienten.
Darauf folgend können nun Lösungen erarbeitet und gemeinsam mit dem Patienten und dem Arzt die Maßnahmen in der medikamentösen Behandlung optimiert werden.

Foto: Mann in Laborkittel hält leuchtendes Reagenzglas. Vor ihm schwebt ein DNA Strang.

Pharmako- was?! – Wer wird unser Quizmaster?

Die Frage aller Fragen:

„Was versteht man unter dem Begriff Pharmakogenetik?
Und was hat er mit der Apotheke, Genen und Medikamenten zu tun?“

Machen Sie mit beim Pharmakogenetik-Quiz!

 

 

 

 

Foto: Apothekerin berät Kunden

Apotheken im Fokus – Erste Anlaufstelle bei Fragen zur Gesundheit

Die Apotheken sind moderne, unabhängige Nahversorger, die eine flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln in ganz Österreich garantieren. Darüber hinaus sind die Apothekerinnen und Apotheker Gesundheitsberater und Vertrauenspersonen.
Vor allem älteren Patienten schätzen den sozialen Kontakt und die persönliche Beratung in der Apotheke.

Was zeichnet unsere Apotheken aus?

Umfangreiches Expertenwissen und individuelle Beratung

Apotheker sind die am besten ausgebildeten Experten für Arzneimittel. Ihr Kompetenzbereich umfasst Medikamente, ihre Zusammensetzung, Wirkungsweise, ihre Herstellung, Lagerung und Zubereitung und vor allem die richtige Anwendung.
Die Beratungsthemen in der Apotheke sind vielfältig und reichen von der idealen Reisevorsorge, der Raucherentwöhnung, über eine maßgeschneiderte Impfvorsorge bis hin zur korrekten Verwendung von Nahrungsergänzungsmittel etc. Die Apothekerinnen und Apotheker wissen wie und wann ein Arzneimittel richtig eingenommen wird und wie hoch es zu dosieren ist. Sie beraten ihre Kunden auch über Neben- und Wechselwirkungen.

Zusammenarbeit mit Ärzten – Gemeinsam für den Patienten

Apotheker händigen ihren Kunden Medikamente aus, die vom Arzt für sie verschrieben werden, und empfehlen im Rahmen eines Gesprächs auch passende rezeptfreie Arzneimittel.
Sie sind verantwortlich für die Überprüfung der ärztlichen Verschreibung im Sinne des Vieraugenprinzips und übernehmen die Abrechnung mit der Krankenkasse. Darüber hinaus können Patienten in Apotheken die wichtigsten Gesundheitswerte (Blutdruck, Gewicht, Blutzucker,…) messen lassen.

Wohnnahe Standorte und sichere Arbeitsplätze

Apotheken sind in Österreich dort, wo sie von der Bevölkerung auch gebraucht werden: In Wohngebieten, am Land, in kleinen und großen Städten. Heute finden mehr als 16.000 Personen in den Apotheken einen sicheren und interessanten Arbeitsplatz – darunter rund 5.700 akademisch ausgebildete Pharmazeuten. Fast 90 Prozent der in Apotheken beschäftigten Personen sind Frauen.
Die Apotheke ist aber auch ein attraktiver Arbeitsplatz für Lehrlinge: Es gibt rund 6.500 pharmazeutisch-kaufmännische Assistentinnen und Assistenten in den Apotheken, 1.300 davon in der Lehrlingsausbildung.

Wussten Sie:
In einer Apotheke arbeiten im Durchschnitt 12 Personen, 11 davon sind Frauen.
Ein durchschnittlicher Apothekenbetrieb zahlt der Gemeinde Kommunalsteuer in Höhe von 7.000 – 8.000 Euro/Jahr.

Erstklassige Arzneimittel-Qualität und hohe Sicherheitsstandards

Medikamente aus der Apotheke garantieren erstklassige Qualität und höchste Sicherheitsstandards. Über diesen Versorgungsweg haben Arzneimittelfälschungen keine Chance auf den Markt zu kommen.
Eine Apotheke hat durchschnittlich 6.000 verschiedene Produkte (20.000 Packungen) auf Lager. Jede Apotheke hat ein hochwertig ausgestattetes Labor, in dem täglich Medikamente individuell hergestellt werden.

Wussten Sie:
Jede Apotheke fertigt im Jahr durchschnittlich 3.300 Medikamente selbst an.

Versorgung rund um die Uhr – ein Service der österreichischen Apotheken

Jede Nacht sowie an Wochenenden und Feiertagen haben rund 280 Apotheken in Österreich Bereitschaftsdienst und versorgen die Menschen rund um die Uhr mit Arzneimitteln. Diese wohnortnahe Versorgungsdienstleistung stellt österreichweit einen Gegenwert von 33 Millionen Euro dar, der von der Apothekerschaft selbst finanziert wird.

Eine Übersicht aller Nacht- und Notdienst-Apotheken finden Sie hier.

Foto: Zwei Männer halten Vortrag bei der Uniqa

Intensivberatung in der Apotheke: Medikationsmanagement wirkt

UNIQA ermöglicht neue Apothekenleistung für betroffene Kunde

Medikationsmanagement – hinter diesem sperrigen Namen versteckt sich eine intensive Beratungsleistung der Apothekerinnen und Apotheker mit dem Ziel, dass Patienten mit Polymedikation (ab fünf Medikamente) ihre Arzneimittel richtig einnehmen und so eine bessere Lebensqualität und Gesundheit erlangen. Wechsel- und Nebenwirkungen können gefährliche Konsequenzen haben.

5,6 Prozent der ungeplanten Krankenhausaufnahmen gehen auf unerwünschte Arzneimittelwirkungen zurück.

Die UNIQA Österreich Versicherungen AG (UNIQA) als Vorreiterin übernimmt für ihre Kunden, auf die Polymedikation zutrifft und die sowohl einen Sonderklasse- als auch einen ambulanten Tarif haben, die Kosten für die einstündige Beratungsleistung in der Apotheke.

UNIQA: „Medikamente im Griff“ als Serviceleistung

Um das Medikationsmanagement kostenfrei anbieten zu können, haben die Österreichische Apothekerkammer und UNIQA das Projekt „Medikamente im Griff“ gestartet. UNIQA Kunden, auf die Polymedikation zutrifft und die sowohl einen Sonderklasse- als auch einen ambulanten Tarif haben, erhalten die Möglichkeit, in ausgewählten Apotheken einen Termin für eine einstündige Intensivberatung zu vereinbaren. Daher reicht es, wenn sich Kunden mit Name und Polizzennummer direkt an eine mitmachende Apotheke wenden.

Es findet eine umfangreiche Bestandsaufnahme und Analyse aller Medikamente statt. Der Apotheker, die Apothekerin schult den Patienten intensiv auf die richtige Einnahme seiner Medikamente und spricht allfällige Optimierungsvorschläge in der Therapie mit dem Arzt ab.

„Die Einschätzung, wie Medikamente wirken, kann den einzelnen Patienten überfordern und soll in den Händen von Profis liegen.

Diese Kooperation ist eine sinnvolle Investition, weil sie den Kunden hilft und gleichzeitig Kosten senkt. Denn rechtzeitiges Medikationsmanagement kann Spitalsaufenthalte verringern“,

so Peter Eichler, Mitglied des Vorstands, UNIQA Österreich Versicherungen AG.

UNIQA hat in Form eines Pilotprojektes seit Herbst 2016 Kunden angeschrieben, die älter als 65 Jahre sind, eine Herz-Kreislauferkrankung und eine weitere Erkrankung haben. Den Gutschein für das Medikationsmanagement in der Apotheke haben bereits mehr als 300 Kunden eingelöst.

„Aufgrund des Erfolges des Pilotprojektes verlängern wir jetzt dieses Projekt bis Ende Oktober 2017“,

so Eichler.

Polymedikation: Viele Medikamente, kaum Überblick

Viele Menschen, besonders ältere Personen, verlieren leicht den Überblick über alle ihre Arzneien, weil sie mehrere Medikamente von verschiedenen Ärzten verschrieben bekommen. Zusätzlich nehmen manche auch rezeptfreie Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel zu sich.

„Dass einzelne Arzneimittel einander in ihrer Wirkung beeinflussen, wissen oder bedenken viele Patienten nicht,“

so Max Wellan, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer.

Manchmal zählt man bei Arztterminen nicht alle seine Medikamente vollständig auf, manchmal ändert oder bricht man eine vorgesehene Therapie ab, weil die Menge der einzunehmenden Präparate unüberschaubar geworden ist.

Mit dieser Aussage sorgte der deutsche Olaf Rose in seiner WestGem-Studie für Aufsehen: 40 Prozent der vom Patienten eingenommenen Medikamente waren dem Hausarzt nicht bekannt!

Das Medikationsmanagement der Apotheker setzt genau hier an. In der einstündigen Intensivberatung wird der Patient im Umgang mit seinen Arzneimitteln geschult. Die pharmazeutische Intensivberatung dient der Steigerung der Lebensqualität, der besseren Wirkung der Arzneimittel und der Sicherheit bei der Arzneimitteleinnahme. Zusätzlich kommuniziert der Apotheker mit dem behandelnden Arzt und spricht Optimierungsvorschläge aus.

Die Intensivberatung in der Apotheke kostet 120 Euro. Rund 500 Apotheken bieten das Medikationsmanagement bereits als Serviceleistung für Ihre Kundinnen und Kunden an.

Hohe Akzeptanz bei Ärzten: 70 Prozent Umsetzungsrate

Seit vier Jahren ist „Medikationsmanagement“ eine eigene Fortbildung der Österreichischen Apothekerkammer, die bereits mehr als 1500 Apothekerinnen und Apotheker absolviert haben. Bei der Umsetzung von „Medikamente im Griff“ werden die Apothekerinnen und Apotheker im Hintergrund von einem „Consilium“-Team beraten, das basierend auf der Erstanalyse des Apothekers vor Ort abschließende Empfehlungen ausspricht. Diese ergehen mittels Brief an die behandelnden Ärzte. Dabei zeigte sich, dass die Optimierungsvorschläge des Apothekers von den Ärzten zu 70 Prozent umgesetzt werden.

„Optimale Kundenbetreuung erfordert ein Zusammenspiel der Berufe, insbesondere Pflegepersonal, Arzt und Apotheker“,

so Wellan.

Die Erkenntnisse des Medikationsmanagements stammen aus den Erfahrungen in der klinischen Pharmazie. In vielen Krankenhäusern begleiten die Apotheker Ärzte auf die Stationen und lassen direkt ihr Arzneimittelwissen in die Behandlung der Patienten miteinfließen.

Die „Gesundheit Österreich“ hat in ihrer Evaluation „Pilotprojekte Polypharmazie“ festgestellt, dass die Hälfte der Interventionen der klinisch-pharmazeutischen Teams die Gesundheit der Patienten wesentlich verbessert hat, und ein Drittel, darunter die Absetzung von Arzneimitteln und Dosier- sowie Abgabeanpassungen, die Arzneimittelausgaben pro Patienten reduzierten.

Hauptprobleme bei der Arzneimitteleinnahme: Sicherheit – Wirkung – Lebensqualität

Die ersten Ergebnisse von „Medikamente im Griff“ bestätigen, wo die größten Fallstricke/ das größte Verbesserungspotenzial in der Arzneimitteltherapie liegen/liegt.

In 51 Prozent der Fälle erfolgte die Intervention des Apothekers zur besseren Therapietreue, indem ein wichtiger Hinweis zur Einnahme des Arzneimittels gegeben werden konnte (Lebensqualität). Bei 53 Prozent führte die Intervention zu einer verbesserten/optimalen Wirkung der Medikation (Wirkung). Die Arzneimittel-Sicherheit wurde in 31 Prozent der Fälle erhöht (Sicherheit).

Einige Beispiele:

1.Sicherheit:

Alles, was den Patienten gefährden kann. So z.B. die Einnahme von nicht-sterioidalen Antirheumatika (NSAR) in der Selbstmedikation oder Empfehlung der Nachbarin gegen grippale Infekte oder bei Schmerzen bei gleichzeitiger Einnahme von Blutverdünnern.

2. Wirkung:

Die Einnahme von Magnesium muss immer im zeitlichen Abstand zu gewissen Präparaten erfolgen. „Klassiker“ sind z.B. Ciprofloxacin als vorübergehend einzunehmendes Antibiotikum bei einer Patientin, die regelmäßig Magnesium oder Kalzium einnimmt. Hier würde das Mg bzw. Ca das Antibiotikum chemisch binden und inaktivieren. Abhilfe schafft nur eine zeitliche Trennung der Einnahme, am besten 4 Stunden. Kommt sehr häufig auch bei Osteoporosemitteln vor, z. B. Fosamax, hier wird das Bisphosphonat vom in der Packung ebenfalls vorhandenen Kalzium inaktiviert. Wir empfehlen hier, am einmal wöchentlichen Tag der Einnahme des Bisphosponats, die Kalziumtablette auf einen anderen Tageszeitpunkt zu verschieben.

3. Lebensqualität:

Wenn eine Patientin ein Schilddrüsenhormon und ein Eisenpräparat einnehmen soll, müsste sie um 5 Uhr morgens das Schilddrüsenhormon und um 7 Uhr das Eisen einnehmen, damit sie um 7:30h frühstücken darf. Wir empfehlen hier die Einnahme des Schilddrüsenhormons in zeitlich regelmäßig gleichem Abstand zum Frühstück. Das Präparat soll am Nachtkästchen in einer Schale gelagert werden und gleich beim Aufsetzen mit einem Glas Wasser eingenommen werden. Eisen kann, morgens eingenommen, ein unangenehmes Empfinden im Magen auslösen. Wir empfehlen die Einnahme eine Stunde vor dem Mittagessen mit einem Glas Orangensaft (Vitamin C hältig) zur besseren Resorption.

Medikationsmanagement führt zu Einsparungen bei Folgekosten

Die mangelnde Therapietreue von Patienten wird als kostenintensives Problemfeld im Gesundheitsbereich gesehen. Nicht oder falsch eingenommene Arzneimittel verursachen bei bestehender Erkrankung Kosten für das gesamte Gesundheitssystem. IMS Health hat errechnet, dass alleine in Österreich Kosten in der Höhe bis zu 2,4 Milliarden Euro eingespart werden können, wenn Medikamente richtig angewendet werden. Medikationsmanagement führt zu einer besseren Therapietreue der Patienten.

Sechs Faktoren sind laut dem renommierten internationalen Institut maßgebliche Ansatzpunkte für eine bessere Versorgung und niedrigere Gesundheitsausgaben. Allen voran eine größere Therapietreue der Patienten: Allein dieser Punkt macht 60 Prozent aus.

Weiters eine zeitgerechte Einnahme bzw. Anwendung von Medikamenten, eine gezieltere Antibiotika-Therapie, das Vermeidung von Medikationsfehlern, der Einsatz günstiger Generika (soweit verfügbar) und ein besser abgestimmtes Medikationsmanagement bei Patienten, die mehrere Arzneimittel benötigen.

Fotos von der Pressekonferenz am 22.5.2017:

 

Foto: Apothekerin berät älteren Herr in der Apotheke

Wann Ihre Medikamente am besten wirken: Vorteile des Medikationsmanagements

Am besten wirken Ihre Medikamente, wenn sie genau nach Vorschrift eingenommen werden. Die Wirksamkeit kann sich jedoch ändern, wenn unterschiedliche Medikamente gleichzeitig eingenommen werden. Damit Sie nicht den Überblick verlieren: Kommen Sie in die Apotheke!

Alles im Blick:
ApothekerInnen nehmen sich für Sie Zeit!

ApothekerInnen helfen Ihnen, den Überblick zu bewahren

Es kann sein, dass Sie ihre Medikamente von unterschiedlichen Ärzten verschrieben bekommen haben oder im Arztgespräch übersehen haben, alle ihre Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel zu nennen. Arzneimittel beeinflussen sich gegenseitig in ihrer Wirkung – um einen optimalen Therapieerfolg zu erzielen, muss jedenfalls darauf Rücksicht genommen werden. Im schlimmsten Fall könnte passieren, dass die vorgesehene Therapie nicht greift oder unerwünschte Nebenwirkungen Ihren Körper zusätzlich belasten.

Medikamente im Griff: Apothekerinnen und Apotheker sind Spezialisten

Apothekerinnen und Apotheker sind Spezialisten in allen Fragen rund um Medikamente und Wirkungen. Dazu gehört auch eine profunde Kenntnis der Nebenwirkungen und Wechselwirkungen aller Arzneistoffe. Mit dem neuen Service „Medikamente im Griff“ helfen sie Ihnen dabei, das Beste aus Ihren Medikamenten herauszuholen – damit Ihre Therapien greifen!

Lassen Sie ihre persönliche Medikationsanalyse erstellen

In ausgewählten Apotheken können Sie ihre persönliche Medikationsanalyse erstellen lassen. Dabei beleuchten Apotheker, Apothekerinnen genau Ihren Therapie- und Medikationsplan und sprechen sich gegebenenfalls mit Ihren Ärzten ab. Ihre Gesundheit steht dabei an erster Stelle!

Lesen Sie hier weiter: So funktioniert das neue Service „Medikamente im Griff“ – Schritt für Schritt

Foto: Frau im weißen Kittel berät Senior zu Medikamenten

UNIQA Gutschein – So wird er eingelöst

Sie haben einen Gutschein der UNIQA für eine Medikationsanalyse in der Apotheke erhalten?
Dann gehören Sie wahrscheinlich zu den Menschen, die gezwungen sind, regelmäßig Medikamente einzunehmen und haben sich sicher schon öfter gefragt: Welche Tablette muss ich vor dem Essen nehmen? Wird mir von der grünen schlecht und „vertragen“ sich meine Medikamente überhaupt miteinander?

Genau diese und andere Fragen beantworten Ihnen ausgewählte Apotheken jetzt in einem ausführlichen und persönlichen Gespräch.

So lösen Sie den Gutschein ein

  1. Terminvereinbarung

    Vereinbaren Sie einen Termin – telefonisch oder persönlich – mit Ihrer Apotheke. Hier finden Sie die Listen der teilnehmenden Apotheken, sortiert nach Bundesländer.

  2. Gutschein mitbringen

    Bringen Sie den Gutschein von UNIQA zu Ihrem Beratungsgespräch mit und händigen Sie ihn der Apothekerin oder dem Apotheker aus.

  3. Verrechnung der Leistung

    Ihre Apothekerin oder Ihr Apotheker klärt die Verrechnung direkt mit UNIQA und es entstehen Ihnen keinerlei Kosten.

Achtung

Diese Aktion wurde bis zum 31. Oktober 2017 verlängert!

Lesen Sie hier, welche Partnerapotheken dieses kostenlose Service anbieten.

Weitere Informationen zu kostenlosem Medikationsmanagement für Kunden erhalten Sie beim Kundenservice der UNIQA unter der Telefonnummer 050677-670 oder beim Apothekenruf unter der Telefonnummer 1455.

 

Foto: Frau mit Baby spricht mit lächelndem Apotheker

Wie komme ich zu meinem Termin?

Sie interessieren sich für einen Pharmakogenetik-Test und/oder Medikationsmanagement? Hier erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie Ihren persönlichen Termin vereinbaren können:

Medikationsmanagement

Grundsätzlich gilt: Nicht alle Apotheken in Österreich bieten Medikationsmanagement an.

  • Hier finden Sie eine Übersicht aller Apotheken in Österreich, die das Service Medikationsmanagement für Sie anbieten.
  • Ob Ihre Hausapotheke dieses Service anbietet, können Sie bei Ihrem nächsten Besuch vor Ort erfragen.
  • Eine Terminvereinbarung mit der Apotheke Ihrer Wahl muss telefonisch oder persönlich vor Ort erfolgen.
  • Über den Apothekenruf können keine Termine vereinbart werden.

Pharmakogenetik

Hinweis: Pharmakogenetik wird derzeit österreichweit von 250 Apotheken angeboten.

  • Welche Apotheken dabei sind, erfahren Sie mit der Apothekensuche auf www.stratipharm.at .
  • Termine werden mit der jeweiligen Apotheke telefonisch oder vor Ort vereinbart. Es können auch hier keine Termine über den Apothekenruf vereinbart werden.
  • Der Test ist für jede/n geeignet und kann grundsätzlich immer durchgeführt werden. Allerdings darf dreißig Minuten vor Entnahme der Probe (Mundschleimhaut) nichts gegessen und getrunken werden. Auch auf Rauchen und einen Kaugummi sollte verzichtet werden!
  • Für den Gentest müssen keine Unterlagen oder Dokumente mitgebracht werden.

 

Foto: Tablettenstreifen

In sechs Schritten zu besserem Medikationsmanagement

Verschiedene Medikamente gleichzeitig können zu unerwünschten Wechselwirkungen führen.

Medikationsmanagement ist eine Serviceleistung der Apothekerinnen und Apotheker, die zunehmend an Bedeutung gewinnt. Sie hilft, Fehler bei der Medikamenteneinnahme zu vermeiden, Wechselwirkungen zu verhindern und die Therapie für den bestmöglichen Erfolg zu optimieren.

Im Zuge des Medikationsmanagements in der Apotheke werden erstmals alle Arzneien vollständig erfasst und der Gesamttherapieplan umfassend analysiert.

So können Fehler bei der Medikamenteneinnahme erkannt und vermieden, sowie Wechselwirkungen verhindert werden.

So funktioniert das neue Service – Schritt für Schritt:

  1. Terminvereinbarung

    Sie vereinbaren (am besten telefonisch) einen persönlichen Beratungstermin in einer Apotheke Ihrer Wahl. Alle Apotheken Österreichs bieten diesen Service an.
    Alternativ können Sie sich auch an den Aporuf unter der Telefonnummer 1455 wenden, und wir beraten Sie unverbindlich, über Apotheken in Ihrer Nähe.

    Kosten:

    Dieses Service kostet EUR 120,- brutto.

    Für Versicherungskunden der UNIQA, mit Sonderklasse- und einen ambulanten Tarif,  gibt es das Service kostenlos (zum Beispiel in Form eines Gutscheins). Wenn Sie über so einen Gutschein verfügen, bringen Sie ihn zu Ihrem Gespräch in der Apotheke mit und wir verrechnen die Kosten direkt mit UNIQA.

    Lesen Sie hier mehr zum Thema UNIQA Gutscheine!

    Auch ohne Gutschein können Sie dieses kostenlose Service nutzen. Teilen Sie dazu in der Apotheke Ihre Polizzen-Nummer mit und die Apotheke überprüft dann den Versicherungsstatus bei der UNIQA.

    Hier erfahren Sie mehr zu diesem Thema.

  2. Beratung und Bewertung Ihrer Medikation

    Bringen Sie zum vereinbarten Termin alle Ihre Medikamente, Arzt-, und Laborbefunde, Nahrungsergänzungsmittel und sonstige Präparate mit. Die fachgerechte Bewertung und Beratung findet dann im Rahmen eines Vier-Augen-Gesprächs in einem Beratungszimmer statt.
    Wenn Sie wünschen, können Sie auch in Begleitung eines Angehörigen kommen.
    Gemeinsam mit der Apothekerin oder dem Apotheker füllen Sie einen ersten Erhebungsbogen aus.

  3. Meldung an das Consilium Team

    Der ausgefüllte Erhebungsbogen wird an ein Consilium Team, bestehend aus klinischen Pharmazeuten, weitergeleitet, das bei schwierigen Fällen unterstützend wirkt.

  4. Nachbesprechung in der Apotheke

    Nach circa zehn Tagen erhält die Apothekerin oder der Apotheker eine Rückmeldung von dem Consilium Team.
    In einem weiteren Termin wird er/sie das Ergebnis mit Ihnen besprechen und ein Schreiben an Ihren Hausarzt verfassen, um über Optimierungsmöglichkeiten zu informieren.

  5. Brief an den Hausarzt

    Leiten Sie den Brief an Ihren Hausarzt weiter oder bringen Sie ihn bei Ihrem nächsten Arztbesuch mit. Ihr Hausarzt verfügt nun über einen kompletten Überblick über alle von Ihnen eingenommenen Präparate und die Evaluation des Consilium Teams.

  6. Optimierung Ihrer Medikation

    Nach Durchsicht der Formulare und des Erhebungsbogens bespricht Ihr Arzt das Ergebnis mit Ihnen und kann nun Optimierungsvorschläge zu Ihrem Wohle machen.

Grafiken zum Thema

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Foto: Apothekerin liest in Buch. Text: Nehmen Sie mehrere Medikamente? Unsere Beratung wirkt.

Foto: Apothekerin mit Medikamentendose in der Hand. Text: Medikamente aus der Apotheke garantieren erstklassige Qualität und höchste Sicherheitsstandards.Foto: Blonde Apothekerin lächelt. Text: Wer viele Medikamente nimmt, sollte sich bzgl. Einnahme und möglichen Nebenwirkungen bei uns beraten lassen.

 

 

 

 

Grafik: verschiedenfarbige Silouetten von Menschen stehen dicht beieinander

Was ist Pharmakogenetik?

Forschungen zeigen, dass unsere Gene die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Arzneimitteln auf unseren Organismus beeinflussen. Da jeder Patient über eine einzigartige DNA verfügt können Medikamente unterschiedliche Wechselwirkungen auslösen.

Kurz zusammengefasst:

Ein bestimmtes Medikament kann bei einen Menschen bei Beschwerden helfen, jedoch beim zweiten keine Wirkung und beim dritten sogar unerwünschte Nebenwirkungen auslösen.

Pharmakogenetik – ein revolutionärer Gen-Test

Um die Wechselwirkungen in unserem Körper auf bestimmte Medikamente im Vorhinein zu bestimmen, kann indiviuell ein pharmakogenetisches Profil erstellt werden.

Bei „Pharmakogenetik“ handelt es sich um einen neuartigen Gen-Test, der von Apothekerinnen und Apothekern durchgeführt werden kann. Auf Grundlage dieses Tests kann eine individuell abgestimmte Arzneimitteltherapie entwickelt werden. Das Gen-Profil gibt Aufschluss über Wirksamkeit und Verträglichkeit von Arzneimitteln im Körper, wodurch die Dosis entsprechend angepasst und unerwünschte Effekte reduziert werden können. Die Medikation kann somit aufgrund individueller Unterschiede angepasst werden.

Grafiken zum Thema

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