Foto: Krankes Kind mit Schal wird gepflegt

Personalisierte Medizin muss die Zukunft sein

Jeder Körper ist anders und Arzneimittel wirken nicht bei allen Menschen gleich. Es kommt häufig vor, dass Patienten bestimmte Wirkstoffe in Medikamenten schlechter vertragen als andere.
Was wäre, wenn man bereits vor der Einnahme eines Medikaments die Wirkung auf den eigenen Körper abschätzen könnte?
Daraufhin könnte die Dosis eines Medikaments speziell auf die individuellen Bedürfnisse hin angepasst werden. Auch wäre klar erkennbar, welche Medikamente man garnicht verträgt und es könnte viel früher begonnen werden, alternative Präparate auszuprobieren.

Ein Schritt hin zu personalisierter Medizin ist nun mit Hilfe eines neuartigen Pharmakogenetik-Gen-Test möglich.

Wie wichtig dieses Thema in der modernen Arzneimittelversorgung ist, zeigt der folgende Fall:

Codein-haltiger Hustensaft führt zu Überreaktion bei Kleinkind

Ein besonders dramatischer Fall in Österreich war eine Überreaktion eines 4-jährigen Kindes auf einen codein-hältigen Hustensaft, an dem das Mädchen schließlich verstarb. Während tausende andere Kinder keine auffällige Reaktion zeigten, so verwandelte der Körper dieses Mädchens das verschriebene Codein in eine Überdosis Morphin.
Solche extremen Fälle sind zwar selten aber dennoch nicht ausgeschlossen.

Wie kann so etwas passieren?

Unsere Gene bestimmen Wirksamkeit und Verträglichkeit von Arzneimitteln auf unseren Körper. Jeder Mensch verfügt über ein individuelles DNA-Profil. Das bedeutet, dass ein und dasselbe Medikament beim ersten Patienten gut wirkt, beim Zweiten vielleicht weniger bis gar nicht und beim Dritten sogar negative Auswirkungen haben kann.

Pharmakogenetik wirkt

Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen wäre dieser Fall daher vermeidbar gewesen, wenn man das pharmakogenetische Profil des Mädchens gekannt hätte. Denn dieses gibt Aufschluss, wie Körper und Arzneistoff harmonieren, über Wirksamkeit und Verträglichkeit und die Anpassung der Dosis eines Stoffes, um unerwünschte Effekte auszugleichen.
Dieser revolutionäre Test ermöglicht durch personalisierte Medizin, eine starke Erhöhung der Sicherheit von Arzneimittel-Therapien für den Patienten.

Hier erfahren Sie, welche Apotheken diesen Test anbieten.

Foto: Mann in Laborkittel hält leuchtendes Reagenzglas. Vor ihm schwebt ein DNA Strang.

Pharmako- was?! – Wer wird unser Quizmaster?

Die Frage aller Fragen:

„Was versteht man unter dem Begriff Pharmakogenetik?
Und was hat er mit der Apotheke, Genen und Medikamenten zu tun?“

Machen Sie mit beim Pharmakogenetik-Quiz!

 

 

 

 

Foto: Apothekerin berät Kunden

Apotheken im Fokus – Erste Anlaufstelle bei Fragen zur Gesundheit

Die Apotheken sind moderne, unabhängige Nahversorger, die eine flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln in ganz Österreich garantieren. Darüber hinaus sind die Apothekerinnen und Apotheker Gesundheitsberater und Vertrauenspersonen.
Vor allem älteren Patienten schätzen den sozialen Kontakt und die persönliche Beratung in der Apotheke.

Was zeichnet unsere Apotheken aus?

Umfangreiches Expertenwissen und individuelle Beratung

Apotheker sind die am besten ausgebildeten Experten für Arzneimittel. Ihr Kompetenzbereich umfasst Medikamente, ihre Zusammensetzung, Wirkungsweise, ihre Herstellung, Lagerung und Zubereitung und vor allem die richtige Anwendung.
Die Beratungsthemen in der Apotheke sind vielfältig und reichen von der idealen Reisevorsorge, der Raucherentwöhnung, über eine maßgeschneiderte Impfvorsorge bis hin zur korrekten Verwendung von Nahrungsergänzungsmittel etc. Die Apothekerinnen und Apotheker wissen wie und wann ein Arzneimittel richtig eingenommen wird und wie hoch es zu dosieren ist. Sie beraten ihre Kunden auch über Neben- und Wechselwirkungen.

Zusammenarbeit mit Ärzten – Gemeinsam für den Patienten

Apotheker händigen ihren Kunden Medikamente aus, die vom Arzt für sie verschrieben werden, und empfehlen im Rahmen eines Gesprächs auch passende rezeptfreie Arzneimittel.
Sie sind verantwortlich für die Überprüfung der ärztlichen Verschreibung im Sinne des Vieraugenprinzips und übernehmen die Abrechnung mit der Krankenkasse. Darüber hinaus können Patienten in Apotheken die wichtigsten Gesundheitswerte (Blutdruck, Gewicht, Blutzucker,…) messen lassen.

Wohnnahe Standorte und sichere Arbeitsplätze

Apotheken sind in Österreich dort, wo sie von der Bevölkerung auch gebraucht werden: In Wohngebieten, am Land, in kleinen und großen Städten. Heute finden mehr als 16.000 Personen in den Apotheken einen sicheren und interessanten Arbeitsplatz – darunter rund 5.700 akademisch ausgebildete Pharmazeuten. Fast 90 Prozent der in Apotheken beschäftigten Personen sind Frauen.
Die Apotheke ist aber auch ein attraktiver Arbeitsplatz für Lehrlinge: Es gibt rund 6.500 pharmazeutisch-kaufmännische Assistentinnen und Assistenten in den Apotheken, 1.300 davon in der Lehrlingsausbildung.

Wussten Sie:
In einer Apotheke arbeiten im Durchschnitt 12 Personen, 11 davon sind Frauen.
Ein durchschnittlicher Apothekenbetrieb zahlt der Gemeinde Kommunalsteuer in Höhe von 7.000 – 8.000 Euro/Jahr.

Erstklassige Arzneimittel-Qualität und hohe Sicherheitsstandards

Medikamente aus der Apotheke garantieren erstklassige Qualität und höchste Sicherheitsstandards. Über diesen Versorgungsweg haben Arzneimittelfälschungen keine Chance auf den Markt zu kommen.
Eine Apotheke hat durchschnittlich 6.000 verschiedene Produkte (20.000 Packungen) auf Lager. Jede Apotheke hat ein hochwertig ausgestattetes Labor, in dem täglich Medikamente individuell hergestellt werden.

Wussten Sie:
Jede Apotheke fertigt im Jahr durchschnittlich 3.300 Medikamente selbst an.

Versorgung rund um die Uhr – ein Service der österreichischen Apotheken

Jede Nacht sowie an Wochenenden und Feiertagen haben rund 280 Apotheken in Österreich Bereitschaftsdienst und versorgen die Menschen rund um die Uhr mit Arzneimitteln. Diese wohnortnahe Versorgungsdienstleistung stellt österreichweit einen Gegenwert von 33 Millionen Euro dar, der von der Apothekerschaft selbst finanziert wird.

Eine Übersicht aller Nacht- und Notdienst-Apotheken finden Sie hier.

Foto: Frau mit Baby spricht mit lächelndem Apotheker

Wie komme ich zu meinem Termin?

Sie interessieren sich für einen Pharmakogenetik-Test und/oder Medikationsmanagement? Hier erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie Ihren persönlichen Termin vereinbaren können:

Medikationsmanagement

Grundsätzlich gilt: Nicht alle Apotheken in Österreich bieten Medikationsmanagement an.

  • Hier finden Sie eine Übersicht aller Apotheken in Österreich, die das Service Medikationsmanagement für Sie anbieten.
  • Ob Ihre Hausapotheke dieses Service anbietet, können Sie bei Ihrem nächsten Besuch vor Ort erfragen.
  • Eine Terminvereinbarung mit der Apotheke Ihrer Wahl muss telefonisch oder persönlich vor Ort erfolgen.
  • Über den Apothekenruf können keine Termine vereinbart werden.

Pharmakogenetik

Hinweis: Pharmakogenetik wird derzeit österreichweit von 250 Apotheken angeboten.

  • Welche Apotheken dabei sind, erfahren Sie mit der Apothekensuche auf www.stratipharm.at .
  • Termine werden mit der jeweiligen Apotheke telefonisch oder vor Ort vereinbart. Es können auch hier keine Termine über den Apothekenruf vereinbart werden.
  • Der Test ist für jede/n geeignet und kann grundsätzlich immer durchgeführt werden. Allerdings darf dreißig Minuten vor Entnahme der Probe (Mundschleimhaut) nichts gegessen und getrunken werden. Auch auf Rauchen und einen Kaugummi sollte verzichtet werden!
  • Für den Gentest müssen keine Unterlagen oder Dokumente mitgebracht werden.

 

Grafik: verschiedenfarbige Silouetten von Menschen stehen dicht beieinander

Was ist Pharmakogenetik?

Forschungen zeigen, dass unsere Gene die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Arzneimitteln auf unseren Organismus beeinflussen. Da jeder Patient über eine einzigartige DNA verfügt können Medikamente unterschiedliche Wechselwirkungen auslösen.

Kurz zusammengefasst:

Ein bestimmtes Medikament kann bei einen Menschen bei Beschwerden helfen, jedoch beim zweiten keine Wirkung und beim dritten sogar unerwünschte Nebenwirkungen auslösen.

Pharmakogenetik – ein revolutionärer Gen-Test

Um die Wechselwirkungen in unserem Körper auf bestimmte Medikamente im Vorhinein zu bestimmen, kann indiviuell ein pharmakogenetisches Profil erstellt werden.

Bei „Pharmakogenetik“ handelt es sich um einen neuartigen Gen-Test, der von Apothekerinnen und Apothekern durchgeführt werden kann. Auf Grundlage dieses Tests kann eine individuell abgestimmte Arzneimitteltherapie entwickelt werden. Das Gen-Profil gibt Aufschluss über Wirksamkeit und Verträglichkeit von Arzneimitteln im Körper, wodurch die Dosis entsprechend angepasst und unerwünschte Effekte reduziert werden können. Die Medikation kann somit aufgrund individueller Unterschiede angepasst werden.

Grafiken zum Thema

Die Grafiken können frei heruntergeladen und dann in sozialen Netzwerken geteilt werden! Wir freuen uns natürlich, wenn Sie auf unsere Seite www.medikamenteimgriff.at zurückverlinken.